Online-Spielregeln für Texas Holdem

Texas Hold’em basiert auf Gemeinschaftskarten. Jeder Spieler erhält zwei verdeckte Karten (Hole Cards). Anschließend werden insgesamt fünf Gemeinschaftskarten in der Tischmitte aufgelegt.

Jeder Spieler kann aus einer beliebigen Kombination aus diesen fünf Karten und den beiden Karten auf der Hand sein bestmögliches Pokerblatt bilden.

Hold‘em verwendet sowohl im Casino als auch zu Hause einen Dealer-Button, um den Dealer zu kennzeichnen (bzw. die Person, die anstelle des Dealers im Casino oder auf der Poker-Site die Karten austeilt). Nach jedem Blatt wandert der Button im Uhrzeigersinn um einen Spieler weiter. Der Dealer ist somit immer als Letzter am Zug und hat dadurch den größten Positionsvorteil im Spiel.

Texas Holdem wird normalerweise in der Variante Limit Hold’em (LHE) mit fixen Setzbeträgen in jeder Runde oder als No Limit Hold’em (NL) gespielt, das beliebige, unlimitierte Setzbeträge in allen Runden erlaubt.

Die Blinds

Zu Beginn eines jeden Blatts müssen bei Hold‘em zwei „erzwungene” Einsätze, der Big Blind (BB) und der Small Blind (SB), gemacht werden.
Der SB entspricht der Hälfte des unteren Einsatzlimits, der BB ist identisch mit dem unteren Einsatzlimit. Beispielsweise beträgt der SB in einem $2/4 Fixed Limit-Spiel $1 und der BB $2.

Noch bevor die ersten Karten ausgeteilt werden, muss der Spieler links vom Dealer-Button den SB zahlen, und der Spieler links vom SB bringt den BB. Diese Einsätze werden den jeweiligen Spielern als Teileinsätze für die erste Runde angerechnet.

Setzrunden

Es gibt vier Setzrunden.

In einem Limit Texas Hold’em (HE)-Spiel müssen alle Einsätze in den ersten beiden Setzrunden dem unteren Einsatzlimit entsprechen.

In den letzten beiden Setzrunden müssen alle Einsätze gleich dem oberen Einsatzlimit sein. Beispiel: In einem $1/2 HE Spiel erfolgen die Einsätze in den ersten beiden Runden in 1-Dollar-Schritten und in den letzten beiden Runden in 2-Dollar-Schritten. Pro Setzrunde sind maximal drei Erhöhungen erlaubt.
1. Preflop – Der Spieler links vom Dealer-Button legt den SB in den Pot. Der Spieler links vom SB bezahlt den BB.

Jeder Spieler, beginnend mit dem SB, erhält zwei verdeckte Karten. Das Spiel beginnt mit dem Spieler, der unmittelbar links vom BB sitzt. Dieser kann passen, mitgehen (indem er einen Einsatz in der Höhe des BB leistet) oder erhöhen (indem er das Doppelte des BB bezahlt). Dann geht es im Uhrzeigersinn weiter, bis der letzte Spieler am Tisch an der Reihe war. Der Spieler am SB kann mitgehen, indem er den Differenzbetrag zum unteren Einsatzlimit auf seinen SB in den Pot legt. Der BB kann einfach checken (vorausgesetzt, vor ihm hat noch niemand erhöht), da er durch das Bezahlen des BB bereits den vollen Einsatz der ersten Setzrunde geleistet hat.

2. Der Flop – Drei Karten werden aufgedeckt in die Tischmitte gelegt. In dieser Setzrunde (und allen restlichen) ist der SB als Erster am Zug. Das Spiel verläuft wieder im Uhrzeigersinn, sodass der Spieler am Dealer-Button als Letzter eine Spielentscheidung treffen muss. Alle Einsätze und Erhöhungen müssen dem unteren Einsatzlimit entsprechen.

3. Der Turn – Eine vierte Karte wird in der Tischmitte aufgedeckt. Das Spiel verläuft analog zur vorigen Runde – mit dem einzigen Unterschied, dass Einsätze und Erhöhungen nun dem oberen Einsatzlimit entsprechen müssen.

4. Der River – Die fünfte und letzte Karte wird in der Tischmitte aufgedeckt. Das Spiel verläuft gemäß der vorigen Runde. Alle Einsätze und Erhöhungen müssen dem oberen Einsatzlimit entsprechen.

Showdown – Alle Spieler, die nach der letzten Setzrunde noch im Spiel sind, können nun ihr Blatt zeigen. Das beste Blatt gewinnt den Pot. Der Spieler, der als Letzter gesetzt hat, muss sein Blatt als Erster zeigen. Dann werden die Blätter im Uhrzeigersinn aufgedeckt. Jeder noch im Spiel verbliebene Spieler muss sein Blatt entweder zeigen oder wegwerfen, wobei er jedoch seinen Gewinnanspruch verliert.